Kirche Breitenhain
Kirche Breitenhain

Projektbezeichnung:

Radwegekirche Breitenhain

Im Dreiländereck zwischen Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, am Südwestlichen Rande der Leipziger Tiefebene, als Ortsteil der Stadt Lucka liegt Breitenhain. Die Region war ehemaliges Braunkohletagebau-Gebiet. Dort befindet sich ein kleines romanisches Kirchlein.

Radfahrerkirche Breitenhain

Auch wenn es nicht entwidmet ist, findet schon seit einigen Jahrzehnten dort kein Gottesdienst mehr statt. Ab und zu läutet ein Kirchenältester die Glocke. Seit einigen Jahren ist die Orgel demontiert und liegt unsachgemäß in der Kirche. Das Gestühl wurde entfernt. Die Kirche wurde mehr oder weniger entkernt. Als einzige Restaurierungsarbeit wurde vor einigen Jahren das Dach der Kirche teilweise erneuert. Die ehemalige Kirchgemeinde Breitenhain ist jetzt Teil der Kirchgemeinde Lucka/Wintersdorf. Das gemeindliche und gottesdienstliche Leben findet mehr oder weniger in den beiden Hauptorten Lucka und Wintersdorf statt. Daher ist die Kirche für das gemeindliche Leben nicht unbedingt mehr erforderlich.

Gleichzeitig befindet sich die Kirche am südlichen Rand des Neuseenland-Radweges. Gerade das Leipziger Neuseenland erfreut sich immer mehr touristischer Beliebtheit, auch bei den Radfahrern. Der Radweg Meuselwitz-Lucka geht an ihr vorbei und auch die beiden anderen großen Radwege Pleiße-Radweg und Elster-Radweg sind nicht weit entfernt.

So bietet es sich an die Kirche in Breitenhain zu einer Radwegekirche umzugestalten. Sie soll damit zu einem Zwischenstopp der geistlichen Besinnung werden und sogleich ein Ort der kulturellen und sozialen Begegnung und damit auch ein touristisches Highlight in der Region. Wir denken dabei an eine offene Kirche mit einem Meditationsraum bzw. Raum der Besinnung mit christlichen Inhalten. Des Weiteren soll die Kirche für Ausstellungen genutzt werden.

Andere inhaltliche Nutzungen wären durch Vorträge, Filmvorführungen, Konzerte, Radfahrergottesdienste, Café der Begegnung usw. möglich. Man könnte auch das Thema des Braunkohlebergbaus mit aufnehmen, welches ja die Region geprägt hat.

Gleichzeitig soll die Radwegekirche eine gewisse technische Ausstattung erhalten:

  • einen Stromanschluss für E-Bikes,
  • Kartenmaterial aus der Region,
  • einen Kompressor für Luft,
  • freies WLAN,
  • Flickzeug für Fahrräder,
  • verschiedene Hinweisschilder,
  • Getränke.

Einiges könnte man in Zusammenarbeit mit regionalen Fahrradhändlern gestalten oder über Automaten oder kostenfrei zur Verfügung stellen.

Dazu gehört auch der Bau beziehungsweise der Einbau von Toiletten. Dazu müsste die alte Garage abgerissen werden und ein Ersatzgebäude errichtet werden.

Eine weitere Möglichkeit bei der Radwegenutzung der Kirche wäre die Einrichtung von ein paar Schlafplätzen auf der Orgelempore. Wir gehen davon aus, dass die Errichtung der Orgel nicht mehr sinnvoll ist.